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Thema des Monats April 2019:
Impfung gegen Gürtelrose

Die Impfung mit dem Herpes Zoster-Totimpfstoff (Shingrix) kann bei Personen im Alter ab 50 Jahren Herpes Zoster mit einer Effektivität von 92 % und die gefürchtete Postzosterneuralgie zu 82 % verhindern.

Eine durchgemachte Gürtelrose schützt nicht davor, erneut an einer Gürtelrose zu erkranken. Die Impfung gegen Gürtelrose mit Shingrix können gerade auch Personen bekommen, die bereits in der Vergangenheit an einer Gürtelrose erkrankt waren. Die Impfung sollte zu einem Zeitpunkt erfolgen, wenn die akute Erkrankung vorüber ist und die Symptome abgeklungen sind.

Die Impfung mit Shingrix ist sicher. In den Zulassungsstudien gab es kein Signal für schwere Nebenwirkungen. Allerdings ist der Totimpfstoff äußerst reaktogen. Damit meint man, dass relativ häufig Lokalreaktionen (Schmerzen an der Injektionsstelle, Rötung und Schwellung) sowie Fieber, Müdigkeit und Kopfschmerzen, die die gewöhnlichen alltäglichen Aktivitäten einschränken, auftreten. Jeder 10. Geimpfte muss damit rechnen. Die Impfreaktion ist jedoch von kurzer Dauer und hält nur 1 bis 2 Tage an. (Robert-Koch-Institut, 24.01.2019)