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Thema des Monats Februar 2026:
Aus der Shisha-Bar in die Notaufnahme – oder CO-Vergiftung
Als der 37-Jährige in die Notaufnahme kommt, hat er Schaum vor dem Mund, umklammert sein Gesicht, spricht viel und sinnlos. Dann schlägt er wild um sich, ist nicht mehr ansprechbar und hat kurz darauf Atemaussetzer. Zur Sicherung der Atemwege wird er intubiert. Die Blutgasanalyse brachte es ans Tageslicht: der Patient hat eine Kohlenmonoxid-Vergiftung.
Daraufhin wurde er mit einer hyperbaren Sauerstofftherapie in einer Druckkammer behandelt und konnte am Folgetag bereits wieder extubiert werden.
Der Patient berichtete, dass er in einer Shisha-Bar geraucht habe, und dass es ihm plötzlich unwohl geworden sei.
Um den Tabak zu erhitzen, werden üblicherweise Kohlestücke eingesetzt, bei deren Verbrennung CO freigesetzt wird. Dieses wird beim Rauchen mit eingeatmet. Insbesondere in geschlossenen Räumen besteht damit ein Risiko für eine Rauchgasvergiftung.
Frühe Symptome sind Kopfschmerzen, Schwindel, Übelkeit. Schwerere Fälle betreffen das Nerven- und Herz-Kreislaufsystem und können zu Krampfanfällen und Herzrhythmusstörungen führen.
Offensichtlich ist das Problem gar nicht so selten. Der Spiegel berichtete 2017 von mehr als 40 Shisha-Konsumenten, die in 2017 allein im Druckkammerzentrum der Uni-Klinik Düsseldorf behandelt wurden.
[nach einem Artikel von Moritz Borchers in der Zeitschrift CME 12/2025)
